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Weisheitszähne und Zahnspange?

Hat jeder Mensch Weisheitszähne?

Nein, nicht unbedingt. Es gibt Menschen die haben alle vier, manche weniger und wieder andere besitzen gar keine Weisheitszähne.

Warum haben nicht alle Menschen gleich viele Weisheitszähne?

Das unterschiedliche Vorkommen von Weisheitszähnen ist evolutionär bedingt. Sie sind ein Überbleibsel von den Urmenschen, die früher überwiegend rohe und zähe Nahrung zu sich nahmen. Daher brauchten sie mehr Zähne. In der menschlichen Entwicklung wurden die Weisheitszähne immer unnötiger. Sie verkümmerten allmählich. Das erklärt auch, warum die Anzahl der Zähne schwankt.

Müssen meine Weisheitszähne gezogen werden?

Die Weisheitszähne liegen quer -  in diesem Fall muss man die Weisheitszähne entfernen!Sofern genügend Platz für die durchbrechenden Zähne besteht, muss man den Weisheitszahn nicht ziehen. Droht er allerdings schief herauszuwachsen, gar verdreht zu sein oder einen Zahn des gegenüberliegenden Kiefers zu behindern (siehe rechts), dann sollte dieser durch einen kleinen Eingriff entfernt werden. An für sich ist der Weisheitszahn jedoch kein Übeltäter, sondern als ein normaler Zahn zu handhaben. Es gibt in der Regel keinen Grund ihn "einfach so" zu ziehen.

Wenn doch, wann muss man den Weisheitszahn entfernen?

Nicht vor Abschluss der kieferorthopädischen Behandlung, da sie oftmals noch gebraucht werden und für die Behandlung hilfreich sein können. Am Ende der Behandlung bekommen Sie von uns einen Hinweis, ob die Weisheitszähne entfernt werden müssen oder ob diese im Kiefer bleiben können.

Ich war in kieferorthopädischer Behandlung und nun sind die Zähne wieder verschoben. Sind die Weisheitszähne daran schuld?

Stabilisierung des Ergebnisses
Retainer stabilisieren nach der Zahnspange
Dieser Retainer zum Beispiel wird nach der Behandlung auf die Innenseite der Zähne geklebt und sorgt für die nötige Stabilität, damit Zahnverschiebungen auf längere Sicht hin vermieden werden können.
Dies kann möglich sein, aber Weisheitszähne sind generell seltener dafür verantwortlich, da sie bei ausreichend Platz keinerlei Druck auf die Zahnreihen ausüben.

Viel mehr besteht das Problem darin, dass gedrehte und verschobene Zähne immer wieder versuchen, in die ursprüngliche Position zurück zu kommen, wenn man sie nicht in ihrer neuen Lage für längere Zeit stabil hält (Rezidiv).

Zähne sind an elastischen Fäden am Kiefer befestigt und diese ziehen den Zahn wieder zurück an den alten Platz. Zusätzlich entsteht ein für die Zähne bisher ungewohnter Druck an den Kontaktflächen, der sich vor allem an den vorderen Zähnen des Unterkiefers, der schwächsten Stelle im Gebiss, bemerkbar macht.

Die Weisheitszähne sind seltener Schuld an schiefen ZähnenWegen der besonderen Kieferstruktur nimmt im Jugendalter der Lippendruck, besonders bei Mädchen, zu. Diesen Druck kann die Zunge nicht mehr ausgleichen. Auch dadurch kommt es zu ungewollten Zahnverschiebungen.

 

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