Ganzheitliche Kieferorthopädie
Wir sehen den Patienten als Ganzes, nicht nur sein Gebiss.

Zusammenhang zwischen Beckenstellung, Wirbelsäule und Kieferstellung.Die
ganzheitliche Kieferorthopädie befasst sich damit, den gesamten Körper über die kieferorthopädische Behandlung in Harmonie zu bringen.
Zum einen werden Ursachen von Beschwerden ermittelt, zum anderen werden Begleiterscheinungen, die aufgrund einer Zahnfehlstellung vorliegen, ermittelt und gemindert. Insgesamt sollen sich der Zustand und das Wohlbefinden des Patienten positiv ändern. Dabei sollen möglichst sanfte Behandlungsmethoden angewandt werden, die schonend das Gebiss und den Kiefer in eine gesunde Stellung bringen und vor allem gesunde Zähne erhalten.
Wir greifen gerne zu solchen ganzheitlichen Ansätzen und kombinieren diese mit bewährten medizinischen und therapeutischen Maßnahmen. Zu diesen Ansätzen gehören:
- Behandlungen, ohne Zähne zu ziehen (Non-Ex-Therapie)
- Herausnehmbare Apparaturen wie der Bionator oder Invisalign
- die Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten und medizinischen Therapeuten, wie z.B. Eurythmisten und Heilpraktiker.
Behandlungen, ohne Zähne zu ziehen
Die Extraktion (Entfernung) eines oder mehrerer bleibender Zähne kann in den meisten Fällen vermieden werden.
Wie auch in dem folgenden Beispiel, bei dem unsere Patientin ein Jahr vor ihrer Hochzeit zu uns kam.
Vor der Behandlung ... und danach!
Laut Heilmittelgesetz dürfen keine Vorher-nachher-Bilder mehr veröffentlicht werden. Bitte sehen Sie diese Bilder daher nur als allgemeine Beispiele dafür an, welche Ergebnisse wir theoretisch erreichen können. Ihre persönlichen Möglichkeiten zeigen wir Ihnen gerne bei einem unverbindlichen Beratungstermin in unserer Praxis auf.
Auf den Fotos ist deutlich zu erkennen, wie die beiden
sich schräg gegenüberstehenden Eckzähne schön in den Zahnbogen eingeordnet werden konnten. In diesem Fall musste man trotz des starken Engstandes keine Zähne ziehen.
Die Behandlung konnte zwar vor der anstehenden Hochzeit nicht mehr beendet werden, was aber durch die unsichtbar innenliegende (linguale) Zahnspange nicht weiter störte.
In bestimmten Ausnahmefällen kann es dennoch sinnvoll sein, bleibende Zähne zu ziehen. Dies wird von uns stets gewissenhaft abgewogen und kommt nur in Frage, wenn sich keine anderen Möglichkeiten bieten.
Hier ein besonders schwieriger Fall, bei dem sich das Ziehen von kleinen Backenzähnen nicht vermeiden ließ.
Vor der Behandlung ... 3 Jahre später!

Laut Heilmittelgesetz dürfen keine Vorher-nachher-Bilder mehr veröffentlicht werden. Bitte sehen Sie diese Bilder daher nur als allgemeine Beispiele dafür an, welche Ergebnisse wir theoretisch erreichen können. Ihre persönlichen Möglichkeiten zeigen wir Ihnen gerne bei einem unverbindlichen Beratungstermin in unserer Praxis auf.
! Da wir besonderen Wert auf den Erhalt bleibender Zähne legen, ist unsere Praxis dafür bekannt, selten Zähne zu ziehen.
Welche Möglichkeiten wir nutzen, um das Zähneziehen doch zu vermeiden, erfahren Sie unter Komfortbehandlung.
Ganzheitliche Behandlung mit losen Spangen: Bionator und Twin-Block
Der Bionator ist ein ganzheitliches
Funktionskieferorthopädisches Gerät. Er besteht aus Kunststoff und liegt lose im Mundraum. Durch seine „Sogwirkung“ kann er auf beide Kiefer gleichzeitig
einwirken. Er formt, ohne Gewalt und Zwang, bei jedem Beißen, Sprechen und Schlucken (mit der vom Patienten selbst aufgewendeten Kraft) die Kiefer- und Zahnstellung natürlich um. Der Bügel unterstützt diese Wirkung, indem er die Zunge in Richtung des Gaumens bringt und dadurch aktivierend und beruhigend auf den Träger wirkt.
Der Bionator regt außerdem die Kiefermuskulatur und das Knochenwachstum an und ist somit geeignet für Überbisse, die durch zu langsames Unterkieferwachstum entstehen. Das Gerät ist besonders wirksam, wenn es von Kindern im Wachstumsalter getragen wird.
Funktionskieferorthopädische Geräte unterstützen auf natürliche Weise das Geradestellen der Zähne.
Es gibt auch
zweiteilige Funktionskieferorthopädische Geräte, zum Beispiel den Twin-Block. Diese Spange besteht aus 2 Teilen und hat den Vorteil, dass der Zungenraum weniger eingeengt wird. Wir verwenden dieses Gerät bei Patienten mit starker Unterkieferrücklage, da es besonders wirksam ist.
Ganzheitliche Behandlung mit Invisalign und Invisalign Teen
Invisalign ist eine
herausnehmbare Zahnspange, die eine fest sitzende Zahnspange ersetzen kann. Da Invisalign zudem ohne Metallteile und Drähte auskommt, ist diese Zahnspange eine
besonders schonende und trotzdem sehr wirksame Methode, um Fehlstellungen zu korrigieren.
Invisalign schränkt den Träger nicht ein und ermöglicht, im Vergleich zu herkömmlichen Spangen, optimale Mundhygiene.
Für Jugendliche und junge Erwachsene bieten wir durchsichtige Schienen von Invisalign Teen an, die speziell auf die Bedürfnisse von jungen Menschen abgestimmt wurden.
Lesen Sie weiteres dazu bei Unsichtbare Behandlung
Zusammenarbeit mit Heileurhythmisten
Ein Heileurhythmist kann zusätzlich zur Behandlung hinzugezogen werden.
Die Heileurhythmie kann
ergänzend zu einer kieferorthopädischen Behandlung angewandt werden.
Dabei werden durch Bewegungsübungen die Selbstheilungskräfte im Menschen angeregt. Die muskuläre Entwicklung des Kieferraumes und dessen Harmonisierung werden unterstützt. Dies kann sich auch in einer Veränderung der Kiefer- und Zahnstellung auswirken.
Oftmals kann so die Behandlungsdauer verkürzt werden.
Zusammenarbeit mit Logopäden
Durch falsche Muskelaktivitäten können schiefe Zähne begünstigt werden: Ein Fall für den Logopäden!
Sprechen, Schlucken und Atmen stehen in direkter Wechselwirkung mit dem Zahnstand. Während die Zahnfehlstellung durch uns behoben wird, trainiert der Logopäde die
Muskelaktivität, um den gesunden Optimalzustand des ganzen Mundraumes herzustellen.
Angewohnheiten, wie Daumenlutschen, Einziehen der Unterlippe und Sprachstörungen, lassen sich gut in Kombination mit einer Behandlung beim Logopäden beheben.
Ein typischer Fall für die Zusammenarbeit mit dem Logopäden ist das Zungenpressen.
Zungenpressen


Hier sieht man deutlich, was eine falsche Zungenposition beim Schlucken alles anrichten kann.
Bei Timo (7 Jahre) wurde eine logopädische Behandlung wegen "infantilem Schluckmuster" empfohlen. Hier kann ich als Kieferorthopäde eigentlich nur zum Logopäden überweisen und später, mit ca. 9 Jahren, eine Behandlung beginnen.
Zusammenarbeit mit HNO-Ärzten

Die oberen Atemwege
(Nasen- und Mundraum) bilden einen gemeinsamen AtemraumIn Zusammenarbeit mit Hals-Nasen-Ohren-Ärzten können Beschwerden,
wie Mundatmung, häufige Erkältungen, Schleimeinlagerungen in den Nebenhöhlen und Zahnfleischentzündungen, gelindert werden.
Eine Weitung des Oberkiefers kann erheblich dazu beitragen, diese Erscheinungen zu beseitigen und gleichzeitig die Nasenatmung zu fördern.
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